Blume des Monats August: die Sonnenblume
Rund 70 Arten gehören zu der Gattung der Sonnenblume, die in Nordamerika beheimatet ist. Die eigentliche Sonnenblume aber, die vor allem in Mitteleuropa von Bedeutung ist, heißt Helianthus anuus. Helios ist das griechische Wort für Sonne und kein Name hätte passender gewählt werden können: Denn nicht nur hat die Blume Ähnlichkeit mit diesem Himmelskörper, sie wendet sich auch dem Sonnenlicht zu. Heliotropismus nennt man diese Fähigkeit: An sonnigen Tagen folgt die Knospe der Sonne auf ihrem Weg von Ost nach West, um abends wieder auf ihre nach Osten gerichtete Position zurückzukehren. Die Bewegung wird dabei von einem flexiblen Segment des Stamms ausgeführt.
Clevere Kombi: Schönheit und Nutzen
Bereits die Azteken verehrten diese Sommerblume und krönten die Priesterinnen ihrer Sonnentempel mit Sonnenblumen. 1530 brachten spanische Seefahrer den Korbblütler auch nach Europa, wo man bald nicht nur ihre Schönheit, sondern auch ihren hohen Nutzen erkannte. Bereits im 19. Jahrhundert wurde die Sonnenblume in Osteuropa zur Ölgewinnung angebaut. Noch heute befinden sich dort die größten Anbaugebiete, neben Frankreich und Nordamerika. Das Öl der Sonnenblumenkerne ist besonders gesund, da es zu zwei Drittel aus ungesättigten Fettsäuren besteht. Es kräftigt sowohl Knochen als auch Herz und Kreislauf. Aus dem flüssigen Gold kann man zudem Margarine sowie Speiseöl machen.
Farbpracht: Orange, Rot, Gelb
Die Blüten der Sonnenblume sind klein und unscheinbar, doch umgeben sind sie von zumeist gelben, aber auch orangenen und rot-gelben Blütenblättern. Nach der Befruchtung ergibt jede Blüte einen Sonnenblumenkern. Sät man diese im April mit je 50 Zentimeter Abstand ins Beet, kann man sich mit etwas Geschick im Sommer einer blühenden Sonnenblume erfreuen. Bis zu drei Meter, in Einzelfällen sogar bis zu 5 Meter hoch wird der Korbblütler. In einem großen Kübel gezogen bleibt er kleiner, aber ebenso hübsch anzusehen. Die Sonnenblume benötigt viel Wasser und etwa zweimal die Woche stickstoffbetonten Dünger. Eine weitere Besonderheit: Die Sonnenblume besitzt die Fähigkeit, gefährliche Gifte aus dem Boden zu ziehen und wird sogar bei bleihaltigen und radioaktiv verseuchten Böden eingesetzt. Ein echtes Allroundtalent!
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