Die Blume des Monats Dezember: Die Christrose
Ein klingender Name und eine schöne Hülle verbindet die Christrose, die jedoch mit Vorsicht zu genießen ist. Denn obwohl ihre heilende Wirkung bereits den Griechen bekannt war und angeblich zur Behandlung von Wahnsinn genutzt wurde, überwiegen Warnungen vor der Giftigkeit des Gewächses.
Ein eiskaltes Pflänzchen …
Die Bezeichnung Christrose lässt nicht unbedingt eine enge Verbindung zur Gattung der Nieswurz erahnen. Erst beim Betrachten des wissenschaftlichen Namens ist eine Verwandtschaft nicht zu leugnen. Die Helleborus niger, wie die Christrose vom Profi genannt wird, ist eine der 15 bis 25 Arten der Helleborus, die zur Familie der Hahnenfußgewächse gehört. Auch der lateinische Zusatz niger, der schwarz oder dunkel bedeutet, erscheint auf den ersten Blick irreführend. Denn die Christrose besticht durch ihre 5 bis 10 Zentimeter großen weißen, teils rötlich gefärbten Blütenblätter. Der Zusatz niger stammt von den schwarzen Wurzeln der krautigen Pflanze. Diese wurden früher als Niespulver verwendet. Auch in der Winterzeit trotzt die Christ- oder auch Schneerose eisigen Temperaturen und behält als immergrüne Pflanze das ganze Jahr ihre Blätter. Hauptblütezeit ist von Februar bis April. In Deutschland kommt die bis zu 30 Zentimeter hohe Christrose in Bayern vor, ist aber vorwiegend als Zierpflanze in heimischen Gärten zu finden.
… und legendäres Gewächs
Viele Mythen und Legenden ranken sich um die Christrose. Die Geschichte über die Geburt des Jesuskindes ist wohlbekannt. Die Rolle der Christrose dabei hingegen weniger. Passend zur weihnachtlichen Stimmung erzählt eine dieser Geschichten von einem Schäfer, der sich auf den Weg nach Bethlehem machte, um das Jesuskind zu besuchen. Er war jedoch so arm, dass er sich kein Geschenk für das Neugeborene leisten konnte. Der Legende nach vergoss der Schäfer bittere Tränen, die zu Boden fielen und an Ort und Stelle eine Pflanze wachsen ließen. Der Schäfer reichte dem Christkind diese Pflanze als Geschenk, die wir heute Christrose nennen.
Bild: Panthermedia.net - robert J.




